Amerikas 250. Geburtstag oder: Trumps endgültig zementierte Spaltung der Nation
Von G. John, Vereinsmitglied.
Man wirft einen Blick auf die Bilder aus South Dakota und weiß sofort, welche Stunde es geschlagen hat. Keine Spur von feierlicher Würde. Keine Spur von einem Moment, der einem ganzen Land gehören könnte. Stattdessen blanke Machtpolitik vor einer gewaltigen Kulisse.
Was hier stattfand, war keine Feier für alle. Es war der endgültige Bau einer unüberwindbaren Mauer zwischen den Menschen.
Wir erlebten es an diesem 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. Normalerweise ist dieses große Jubiläum ein festes Ritual: Ein Präsident nutzt den Moment, um die Gräben im Land zuzuschütten. Er spricht zur gesamten Bevölkerung und erinnert an das gemeinsame Fundament.
Doch Donald Trump hat diese alte Tradition endgültig zertrümmert.
Er hat die offiziellen Feierlichkeiten für ein zutiefst parteipolitisches Schauspiel missbraucht. Schon im Vorfeld warb er ungeniert damit, dass dies „the most spectacular TRUMP RALLY of them all“ („die spektakulärste Trump-Kundgebung von allen“) werden würde. Es ging nie um Amerika.
Es ging von Anfang an nur um ihn, seine Bewegung und das feste Einbetonieren seiner Macht über die Köpfe der anderen Hälfte hinweg.

