Trump, Eskalation und Kaufkraft
oder „Über die Übersetzung weltpolitischer Unruhe in österreichische Realität“
Von G. John, MBA, Vereinsmitglied
Es gibt eine neue Form von Weltpolitik.
Sie spielt sich nicht mehr nur zwischen Staaten ab, nicht mehr ausschließlich in Verträgen, diplomatischen Kanälen oder militärischen Bewegungen. Sie spielt sich dort ab, wo sie offiziell nicht stattfindet: in Preisen, in Energieabrechnungen, in der stillen Verschiebung dessen, was ein Einkommen noch trägt.
Und sie hat eine Eigenschaft, die sie von früheren Zeiten unterscheidet: Sie kommt nicht mehr als Ausnahme. Sie kommt als Dauerzustand.
Im Zentrum dieses Zustands steht zur Zeit Donald Trump.
Die geopolitische Lage zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und dem Iran ist längst kein regional begrenztes Spannungsfeld mehr. Sie funktioniert als globaler Resonanzraum, in dem politische Signale ohne Verzögerung ökonomisch übersetzt werden.
Was dort eskaliert, kommt bei uns nicht als Nachricht an. Es kommt als Preis.
