Jüdischer Exodus 1947 via Österreich

von G. John, Vereinsmitglied

Die dunklen Jahre der anti-jüdischen Politik nach dem 2. Weltkrieg

Im Jänner 2020 habe ich in meinem Artikel „Schuld – ohne Sühne“ bereits über die zweifelhafte Rolle Englands im Umgang mit Juden und das Schiff Exodus geschrieben. Auch in Österreich wurde ein Stück dieser Geschichte mitgeschrieben, denn hier kam es 1947 zum
„Jüdischen Exodus über die Tauern“

Frauen im Widerstand - Frauen hinter den Widerstandskämpfern

Mechthild Podzeit-Lütjen, Vereinsmitglied

"Das schönste Fremde ist bei dir": zum 20. Juli: Frauen hinter den Widerstandskämpfern


Der Titel "Das schönste Fremde ist bei dir" ist geliehen bei Schriftsteller Alfred Kolleritsch, der seit gestern zu den Vorangegangenen zählt.

In diesen Tagen der Pandemie eines Virus, die für die Welt eine Krise bedeuten, für die Menschen mit dem Ausnahmezustand zurecht zu kommen, zu Rande zu kommen, zu leben, wie ein lockdown mit restriktiven Auflagen es eben zulässt. Dazu seien Kinder und Alte und Gebrechliche eigens genannt.

In diesen Tagen wird im möglichen Rahmen der Maßnahmen 75 Jahre Kriegsende gedacht und der Shoah.

Der Mythos des Selbstmordes des Ehepaars Hitler

von G. John, Vereinsmitglied

Die Aussagen über den Selbstmord des Ehepaars Hitler sind widersprüchlich.

Erlebenszeugen sagten 1956 in Tonbandverhören aus, dass Eva Hitler sich mit Zyankali vergiftete, Adolf Hitler ebenso und sich zusätzlich in den Kopf schoss.

In den Verhörprotokollen von Traudl Junge von 1949, sowie Hitlers Telefonisten Rochus Misch, seines Kammerdieners Heinz Linge und des Sturmbannführers Otto Günsche von 1956 stecken viele Widersprüchlichkeiten.

Meine Berührungspunkte mit der Nazi-Zeit

Dagmar Gangl, Vereinsmitglied

Mein Vater, Jahrgang 1920, war als junger Mann in der Wehrmacht im Norden Europas und erzählte uns Kindern praktisch nichts, außer, dass es bitter kalt war und sich die Soldaten gegenseitig beobachten mussten, ob die Nase eines Kameraden weiß wird und womöglich abfriert.

Mein Pate war in französischer Gefangenschaft und hat diese schreckliche Zeit wohl nie aufarbeiten können. Erst kurz vor seinem Tod brachen schlimme Erlebnisse aus ihm heraus.

Mein Urgroßvater war Schlosser und reparierte so manches Fahrrad in Patergassen und Umgebung, aber nur, wenn der Kunde mit dem Hitlergruß grüßte. (Das weiß ich aus Erzählungen meiner Mutter.)

Der Geschichte-Unterricht im Gymnasium war für mich sehr langweilig. Doch es gab eine Ausnahme. Ein Jahr lang hatte ich eine Professorin mit jüdischen Wurzeln. Erst durch ihre leidenschaftlichen Schilderungen und Kommentare begriff ich in etwa, was sich in den Jahren vor und während des zweiten Weltkrieges zugetragen hatte. Sie behauptete auch, dass die Freiheitliche Partei in Österreich eine Nachfolgepartei der NSDAP sei.
Daraufhin konfrontierte ich als Jugendliche meine Mutter damit – mein Vater lebte leider nicht mehr. Ich wusste, dass beide die FPÖ wählten bzw. gewählt haben.
Ihr Kommentar war: „Damals haben alle ´Heil Hitler!´ geschrien.“

Mein Interesse an diesem Stück Vergangenheit wurde dann endgültig im Verein HAPAX geweckt.

Dokus auf ZDF-Info oder ORF III sauge ich auf wie ein trockener Schwamm. Irgendwann merke ich, dass ich die schrecklichen Bilder und Schilderungen nicht mehr ertragen kann und brauche als Ablenkung eine Schnulze oder etwas Lustiges.

Was haben die Betroffenen damals aushalten müssen!!! – Mir reicht schon der Rückblick in den Medien.

Ich möchte nicht, dass sich die grauslichen und menschenverachtenden Ereignisse wiederholen!

HAPAX!

Wider das Vergessen

von Vereinsmitglied G. John

Ende April und Anfang Mai 2020 jährten bzw. jähren sich viele Ereignisse zum 75 Mal:

- die Ermordung Bonhoeffers und anderer,

- Befreiung der KZs,

- der Tod Hitlers und seiner Clique,

- das Kriegsende und

- der Beginn der Demokratisierung und des Friedens in Europa.

75 Jahre nach Kriegsende in Europa leben nur noch wenige Zeitzeugen.