Gruß von Obmann Uwe Träger zum 2. Lockdown

Hapax und ein herzliches Hallo!

Durch den zweiten kompletten Lockdown ist wieder einmal alles anders geworden. Für viele Menschen sind diese Zeiten mit Angst und Sorge verbunden. Angst um die Gesundheit, Sorge um die berufliche und finanzielle Zukunft. Doch lasst uns mit der Zuversicht leben und nach vorne schauen, dass Angst und Sorge abgelöst werden durch Zeiten der Freude. Freude, gesund geblieben zu sein; Freude über Neuanfänge, die im Leben oft nötig und sinnvoll sind; Freude, vertraute Menschen bald wiederzusehen.

Bonhoeffers Worte aus dem Monatsspruch für November 2020 möge uns Kraft geben, die gegenwärtige Zeit mit Gottvertrauen gut zu überstehen.          

Gott gibt Zeiten der Sorge und Angst und Gott gibt Zeiten der Freude."
Illegale Theologenausbildung: Sammelvikariate 1937-1940, DBW 15, S. 374

Mehr Respekt, Herr Bundeskanzler Kurz!

Dagmar Gangl, Vereinsmitglied

Ich bin Mitglied der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich und engagiert im Ehrenamt.
Sie verkündeten unlängst, dass Sie sich mit den Vertretern der Kirchen in Österreich darüber abgesprochen haben, wie diese mit dem aktuellen Lockdown umgehen sollen. Der evangelische Bischof Chalupka wusste allerdings diesbezüglich nichts von einer Kontaktnahme Ihrerseits.
Ich respektiere Sie und die Bundesregierung bezüglich der Covid 19 – Maßnahmen. Bitte respektieren auch Sie in Zukunft alle evangelischen Kirchen Österreichs und übergehen diese nicht mehr!

Statement zum Novemberrundbrief 2020 "Musik" unseres Obmanns Uwe Träger

Markus Böck, Organist der Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Wiedweg - Bad Kleinkirchheim in Kärnten

Bonhoeffers Sicht über Bach bzw. Beethoven:

  • Glauben, ganz auf das Wort der göttlichen Offenbarung gerichtet (Sieht gänzlich von der Person ab!!)
    Auf die Musik übertragen heißt das:
    Musik, in der Gott selbst der Musizierende ist (Nicht W.A. Mozart zählt Bonhoeffer dazu, sondern J. S. Bach, da Bach in jedem seiner Werke Gott lobpries!)
  • Religion sei eine Aktivität des Menschen, sie ist nicht davor gefeit, der menschlichen Selbstdarstellung zu dienen.
    Musik, in der unser menschliches Leiden, unsere Leidenschaften die Musizierenden sind. Hierhin stellt Bonhoeffer Ludwig van Beethovens Musik.

Meine Thesen und Überlegungen dazu würden in diesem Rahmen zu weit führen, aber so viel in Kürze:
Aller großen Musiker schufen schier Göttliches. Ich meine, man kann in vielen ihrer Werke die führende, göttliche Hand sehen/hören.
Doch sowohl Bach als auch Beethoven komponierten neben Werken, die Christus verherrlichen, auch humorvolle, heitere Stücke. Humor selbst ist ja eine göttliche Gabe!
Noch ein Wort zu Beethoven: Wer, wenn nicht Jesus Christus, soll ihm, der zu diesem Zeitpunkt schon völlig taub war, die Hand geführt haben zu der herrlichen NEUNTEN SYMPHONIE mit dem wunderschönen Schlusschor „Freude schöner Götterfunken…“ - Nicht ohne Grund ist dieser Chor zu unserer EUROPAHYMNE geworden!!!

Nein zum Terror!

Obmann Uwe Träger

„Unser Verein ist sehr betroffen über den barbarischen Terroranschlag auf das friedliche Miteinander von Menschen im ersten Wiener Bezirk. Dadurch wurde auch die parlamentarische Demokratie Österreichs hart getroffen. Unser Mitgefühl gilt allen Verletzten und Opfern mit ihren Angehörigen. Wir schließen diese in unsere Gebete ein. Gott gebe den Politikern Weisheit, Besonnenheit und Entschlossenheit, die Verantwortlichen des Terroranschlages mit allen Mitteln des Rechtsstaates zu bestrafen und unsere Demokratie vor radikalen Strömungen zu schützen.

 

 

 

#terrorinoesterreich #islamistischerterror #terrorwien #terroranschlaginwien2020 

     

Antwortschreiben von Elie Rosen, dem Präsidenten der Jüdischen Gemeinde Graz, Oktober 2020

 

Vorangegangen ist diesem Schreiben eine Solidaritätskundgebung unseres Vereines durch Obmann Uwe Träger (siehe unten) als Reaktion auf die Anschläge auf die Jüdische Gemeinde Graz und deren Präsidenten Kultusrat MMag. Elie Rosen im August 2020. Im Namen des Vereines HAPAX verurteilt Uwe die Anschläge aufs Schärfste.

HAPAX-Dietrich-Bonhoeffer-Verein in Österreich                                24. August 2020
Magister Uwe Träger, Obmann
Wiedweg 12
9564 Patergassen
Mobil: 0664 – 922 66 89
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Web: www.hapax.at

An die
Jüdische Gemeinde Graz
Präsident Kultusrat MMag. Elie ROSEN
David Herzog Platz 1
8020 Graz

Sehr geehrter Herr MMag. Rosen!

Im Namen unseres Vereins grüße ich Sie sehr herzlich und hoffe, dass es Ihnen gut geht.

Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945) war ev. Pfarrer, Christ im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und hat sich damals für die jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen in Deutschland eingesetzt.  

In den Statuten unseres Vereins steht: „Der Hapax-Dietrich-Bonhoeffer-Verein in Österreich bezweckt, Dietrich Bonhoeffer bekannt zu machen und seine Bedeutung und Aktualität zu bewahren und zu fördern in Bezug auf den Widerstand gegen die Verletzung der Menschenrechte durch politischen und religiösen Radikalismus.“

Daher verurteilen wir mit aller Schärfe den menschenverachtenden Angriff auf Ihre Person und auch den hasserfüllten Vandalenakt auf Ihre Synagoge. Wir hoffen, dass die dafür Verantwortlichen mit allen rechtsstaatlichen Mitteln bestraft werden.

An der Wende zum Jahr 1943 schrieb Bonhoeffer aus der Haft in Berlin-Tegel: „Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit … So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen … Das Wort der Bibel sagt, daß die innere Befreiung des Menschen zum verantwortlichen Leben vor Gott die einzige wirkliche Überwindung der Dummheit ist.“ (Dietrich-Bonhoeffer-Werke 8, S. 26 – 28)

Antisemitismus und Judenhass sind Teil dieser lebensfeindlichen Dummheit, passen nicht zu einer demokratischen Werteordnung und müssen nicht nur abgelehnt, sondern auch entschieden mit Widerstand bekämpft werden. Zu einem verantwortlichen Leben gehören auch unsere Solidarität und unser Mitgefühl mit Ihnen und den Menschen Ihrer jüdischen Gemeinde.

In herzlicher Verbundenheit, Ihr Uwe Träger