Frauen im Widerstand - Ella Lingens

Dr. Ella Lingens-Reiner wurde 1908 in Wien geboren. Sie war eine österreichische Juristin und Ärztin. Obwohl im Ausland hoch verehrt und gewürdigt, blieb Ella Lingens in Österreich weitgehend unbekannt. Nach dem Krieg arbeitete sie in mehreren Kliniken und im öffentlichen Gesundheitswesen Österreichs, zuletzt bis 1973 als Ministerialrätin im Bundesgesundheitsministerium.

Frauen im Widerstand - Diana Budisavljević

Anfang 2021 stellte das ORF eine besondere Frau im Widerstand gegen Hitler vor, die man vergessen und derer man sich erst 2010, über 30 Jahre nach ihrem Tod, wieder erinnert hat: Diana Budisavljević.

Sie nutzte ihre Privilegien als wohlhabende Österreicherin und unternahm eine große Rettungsaktion. Mit nur wenigen Mitstreitern gelang es ihr, tausende Kinder aus den Todeslagern des Ustascha-Regimes zu befreien.

Die Ideologie des Judenhasses - Antisemitismus damals und heute

Mechthild Podzeit-Lütjen, BA MA (Phil.), Vereinsmitglied

„Das Leben ist nicht ein Sein, sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung.
Wir sind’s noch nicht, wir werden’s aber. Es ist nicht das Ende, es ist aber der Weg.“ (Martin Luther)

„Allen [...] Anschauungen ist eines gemeinsam: sie erfassen das Sein als etwas, das mir als Gegenstand gegenübersteht, auf das ich als auf ein mir gegenüberstehendes Objekt, es meinend, gerichtet bin. Dieses Urphänomen unseres bewußten Daseins ist uns so selbstverständlich, daß wir sein Rätsel kaum spüren, weil wir es gar nicht befragen. Das, was wir denken, von dem wir sprechen, ist stets ein anderes als wir, ist das, worauf wir, die Subjekte, als auf ein gegenüberstehendes, die Objekte, gerichtet sind. Wenn wir uns selbst zum Gegenstand unseres Denkens machen, werden wir selbst gleichsam zum anderen und sind immer zugleich als ein denkendes Ich wieder da, das dieses Denken seiner selbst vollzieht, aber doch selbst nicht angemessen als Objekt gedacht werden kann, weil es immer wieder die Voraussetzung jedes Objektgewordenseins ist. Wir nennen diesen Grundbefund unseres denkenden Daseins die Subjekt-Objekt-Spaltung. Ständig sind wir in ihr, wenn wir wachen und bewußt sind.“ (Karl Jaspers. Einführung in die Philosophie, München: Piper, 1953, 24-25)

„Erinnerung ist das Geheimnis der Erlösung.“ (Rabbi Israel Baal Schem-Tow)

Nur wer für hilflose Menschen schreit, darf christliche Lieder singen!

Obmann Uwe Träger

Dietrich Bonhoeffer hat gesagt: „Nur wer für die Juden schreit, darf gregorianisch singen!“ Er meinte, die Kirchen hätten in der Zeit des Nationalsozialismus viel lauter für die verfolgten Juden protestieren und schreien müssen.

Ich verurteile die Abschiebung von drei Schülerinnen mit ihren Familien nach Georgien bzw. Armenien. Auch wenn die Abschiebung höchstgerichtlich entschieden wurde, ist diese und auch die Art und Weise des Vorgehens in christlich-ethischer Hinsicht unverantwortlich und unmenschlich, weil die Schülerinnen in Österreich aufgewachsen sind und in der Gesellschaft integriert waren.

Daher fordere ich die sofortige Rückholung der abgeschobenen Schülerinnen mit ihren Familien und ihre unbefristete Aufenthaltserlaubnis in Österreich. Unser Land ist von der christlichen Kultur geprägt. Daher sollten Politiker und alle Menschen, die die Werte des christlichen Glaubens schätzen, laut für die hilflosen Schülerinnen schreien. Andernfalls ist es nicht gerechtfertigt, wenn diese christliche Lieder singen und Gebete sprechen, in denen Frieden und Gerechtigkeit thematisiert werden.

Unter folgendem Link gibt es die Möglichkeit, gegen die Abschiebung von Kindern zu unterzeichnen:

https://actions.aufstehn.at/keinekinderabschiebung?s=wa

Frauen im Widerstand Stephanie Mackensen von Astfeld

G. John

Stephanie Mackensen von Astfeld - von der Nationalsozialistin zur Widerständlerin

Sie ist die dritte im Bunde, die ebenso wie Dietrich Bonhoeffer und Ruth von Kleist-Retzow an einem 4. Feber geboren wurde.

Durch ihren Vater, der als erster Katholik Landeshauptmann der Rheinprovinz war, nahm sie schon als Kind die Auseinandersetzungen zwischen dem protestantischen preußischen Staat und den Katholiken wahr. Durch die Heirat mit einem preußischen Beamten kam sie in Kontakt mit der evangelischen Kirche und über den Römerbrief zum evangelischen Glauben.

Sie war stark in der Jugend- und Sozialarbeit engagiert. Deren Problemlösungen sah sie im Parteiprogramm der NsDAP am besten repräsentiert, das vorgab, die Klassenunterschiede abzuschaffen, der verarmten Arbeiterschaft zu helfen und der Jugend neue Hoffnung und Ziele zu geben.

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