Andacht 2020-03-14 Kinder des Lichts

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Obmann Uwe Träger

Begrüßung: Ich grüße euch sehr herzlich zu dieser Hausandacht für Sonntag, den 14. März 2021. Wir lesen diese mit der Zuversicht, Gottes geliebte Kinder des Lichtes zu sein und daher im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied "Du meine Seele singe", Evangelisches Gesangbuch 302, 1: „Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn. Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will Ihn herzlich loben, solang ich leben werd.“

Worte aus Psalm 25 nach der Lutherbibel von 2017: „Nach dir, Herr, verlangt mich. Mein Gott, ich hoffe auf dich. Herr, zeige mir deine Wege! Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Gedenke meiner nach deiner Barmherzigkeit, Herr, um deiner Güte willen! Die Wege des Herrn sind lauter Güte und Treue für alle, die seinen Bund und seine Zeugnisse halten. Meine Augen sehen stets auf den Herrn.“ Amen.

Lesung aus Epheser 5, 1 - 2 und 8 - 9 nach der Basisbibel: „Nehmt euch also Gott zum Vorbild! Ihr seid doch seine geliebten Kinder. Und führt euer Leben so, dass es ganz von der Liebe bestimmt ist. Genauso hat auch Christus uns geliebt und sein Leben für uns gegeben – als Opfer und als Duft, der Gott gnädig stimmt. Früher habt ihr nämlich selbst zur Finsternis gehört. Aber jetzt seid ihr Licht, denn ihr gehört zum Herrn. Führt also euer Leben wie Kinder des Lichts! Denn das Licht bringt als Ertrag lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.“ Amen.

Gedanken zur Lesung: „Weil wir im Glauben zu Gott gehören und weil wir mit ihm in dieser Andacht verbunden sind, sind wir Kinder des Lichts und sollen mit unseren Worten und Taten Licht- und Hoffnungsträger für die Welt sein. Um das auch wirklich in unserem Leben umzusetzen, ist es wichtig und nötig - wie es der Psalm 25 ausdrückt - mit unseren Augen stets auf Gott zu schauen. Bei allem, was wir tun, was wir sagen, was wir denken, sollen wir immer Gott im Blick haben, denn dann haben wir ein gutes Ziel vor Augen. Das wird uns helfen, wenn wir in unserem Leben stolpern oder uns verlaufen. Dann haben wir auch jemanden an unserer Seite, der uns auffängt, wenn wir fallen sollten. Durch die Corona-Pandemie sind wir Menschen eng miteinander verbunden. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Viele sehnen sich nach dem normalen Leben zurück. Das tue ich auch. Doch die Krise bietet uns eine Chance, mehr als sonst über Lebensfragen nachzudenken. Wenn wir nicht so reisen können, wie wir es gewohnt sind, wenn wir nicht von Feier zu Feier gehen können, wenn wir nicht ausgelassen shoppen können, dann haben wir ja mehr Zeit zu fragen: Woran wollen wir uns orientieren? Was gibt unserem Leben Halt? Welche Ziele und Aufgaben sollen für mich nach der Krise wichtig sein? Ein Ziel, eine Aufgabe könnte sein, uns mehr denn je als Gottes geliebte Kinder zu verstehen. Das ist ja das Wunderbare an Gott. Wir müssen gar nichts dafür tun, Gottes Kind zu sein. Diese Kindschaft schenkt er uns, weil er uns liebt, weil wir ihm unendlich wichtig und kostbar sind. Wer das im Herzen spürt, der wird Gott jeden Tag danken für seine Güte und Liebe, und der wird auch versuchen, mit anderen Menschen liebevoll umzugehen. Wenn ich weiß, dass Gott mich liebt, dann höre ich auf, mich ständig vor Gott beweisen zu wollen, was für ein toller Mann oder eine tolle Frau ich bin. Dann wird mir auch bewusst: Der Mensch, der neben mir geht, mit mir arbeitet, neben mir in der Bank beim Gottesdienst sitzt, ist doch auch Gottes Kind. Er ist mein Bruder, sie ist meine Schwester im Glauben. Im Glauben gehören wir alle zur Familie Gottes. Nun kann es in jeder Familie Streit geben, der geglättet werden, aber auch ungelöst bleiben kann. Auch in der Gottesfamilie, also in der Kirche und Pfarrgemeinde, kommen gelöste und ungelöste Streitereien vor. In der Sprache des Epheserbriefes gehört so ein Streit zur Finsternis. Aber wir sollen und wollen uns nie damit abgeben, sondern miteinander als Kinder des Lichts nach Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit suchen. Christinnen und Christen sind nicht die moralisch besseren Menschen, die hochmütig über anderen Menschen stehen und ständig den Zeigefinger erheben, um anderen zu sagen, was sie nun schon wieder alles verkehrt gemacht haben oder machen. Wenn wir Christen als Besserwisser auftreten, dann können wir gleich einpacken. Wenn ich Gott zum Vorbild für mein Leben nehme, dann sehe ich in mir und im anderen den Menschen, der von Gott geliebt ist. Die Liebe sieht in dem anderen Menschen nie nur ein Objekt, sondern immer das von Gott geschützte und gewollte Wesen. Wenn ich das glaube, dann gehe ich anders mit meinen Mitmenschen um. Dann passe ich auch auf, was ich sage und wie ich es sage. Vor allem in den sozialen Netzwerken wird sehr deutlich, dass Worte Menschen verletzen, ausgrenzen und niedermachen können. Aber alles das steht gegen Gottes Liebe, mit der er uns begleitet. Weil Gott so anders mit uns umgeht, sollen wir es eben auch tun. Versuchen wir liebevoll miteinander umzugehen, weil Gott so mit jedem und jeder von uns umgeht! Das ist es, was Gott von uns möchte. Das ist unsere Aufgabe, sicherlich eine große, die nicht immer leicht zu verwirklichen ist. Wenn wir auf Gott schauen, dann bekommen wir Kraft und Geduld, diese hohe Aufgabe immer wieder neu anzupacken. Denn letztendlich haben wir Gottes Vertrauen, Kinder des Lichtes zu werden und zu bleiben. Somit wird es uns allen besser oder sogar gut gehen, weil wir mit Gott das beste Teil, das höchste Gut und den schönsten Schatz haben.“ Amen.

Lied "Du meine Seele singe", Evangelisches Gesangbuch 302, 2: „Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig ungetrübt.“

Gebet: Guter Gott! Mit deiner Liebe setzt du einen neuen Maßstab für unser Leben. Bei dir sind wir geborgen. So oft aber vergessen wir deine Liebe. Anderes erscheint uns wichtiger und bedeutender. Dann gib uns nicht auf! Lass uns nicht verloren gehen, wenn wir auf Irrwege geraten! Halte uns, bevor wir in die Abgründe unseres Lebens stürzen! Deine Liebe hält und trägt uns in allem. Darauf vertrauen wir. Darum bitten wir dich für alle, die an ihrem Leben verzweifeln, deren Herz bitter geworden ist, die keine Freude mehr spüren und keinen Sinn mehr sehen, die Angst vor der Zukunft und um ihre Existenz haben! Wir bitten dich für die Menschen, die unter Krieg und Verfolgung leiden! Wir bitten dich für alle, die krank sind und um einen lieben Menschen trauern! Tröste sie! Sei du ihnen nahe! Öffne ihr Herz für dein Wort! Schenke ihnen Kraft und Hoffnung! Lenke die Herzen derer, die in Kirche und Politik, in der Wirtschaft und in den Schulen, in den Krankenhäusern und Seniorenheimen und woanders Entscheidungen treffen und Verantwortung tragen. Amen.

Vater Unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen: Ich wünsche euch und Ihnen einen wundervollen und gesegneten Sonntag an der Hand dessen, für den wir Menschen Kinder des Lichtes sind! Es segne und behüte euch der dreieinige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist! Amen.

Bleibt von Gott behütet!

Herzliche Grüße, Euer Obmann Uwe