2015-09-10 Flüchtlinge in der Bibel

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HAPAX und herzliche Grüße zum Rundbrief September/Oktober 2015!

 

Da ich fast den ganzen September 2015 wegen einer wichtigen familiären Angelegenheit in Deutschland war, schreibe ich jetzt erst den 4. Rundbrief für September/Oktober 2015.

Gegenwärtig ist wohl das wichtigste Thema in Europa die große Anzahl von Flüchtlingen. Eine große deutsche Boulevardzeitung spricht von 1,5 Millionen Flüchtlingen, die nach Deutschland wollen.

In der Bibel lesen wir von zahlreichen Menschen, die auf der Flucht waren. Sie haben ihre Heimat verlassen, mussten sich von Familie und Freunden trennen und sind in die Fremde gezogen.

 

Beispiele

  1. Mose 12, 10: „Es kam aber eine Hungersnot in das Land. Da zog Abram hinab nach Ägypten, dass er sich dort als ein Fremdling aufhielte; denn der Hunger war groß im Lande.“
  2. Mose 26, 1: „Es kam aber eine Hungersnot ins Land nach der früheren, die zu Abrahams Zeiten war. Und Isaak zog zu Abimelech, dem König der Philister, nach Gerar.“
  3. Mose 2, 11 - 15: „Zu der Zeit, als Mose groß geworden war, ging er hinaus zu seinen Brüdern und sah ihren Frondienst und nahm wahr, dass ein Ägypter einen seiner hebräischen Brüder schlug. Da schaute er sich nach allen Seiten um, und als er sah, dass kein Mensch da war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sande. Am andern Tage ging er wieder hinaus und sah zwei hebräische Männer miteinander streiten und sprach zu dem, der im Unrecht war: Warum schlägst du deinen Nächsten? Er aber sprach: Wer hat dich zum Aufseher oder Richter über uns gesetzt? Willst du mich auch umbringen, wie du den Ägypter umgebracht hast? Da fürchtete sich Mose und sprach: Wie ist das bekannt geworden? Und es kam vor den Pharao; der trachtete danach, Mose zu töten. Aber Mose floh vor dem Pharao und hielt sich auf im Lande Midian.“

Ruth 1, 1 - 2: „Zu der Zeit, als die Richter richteten, entstand eine Hungersnot im Lande. Und ein Mann von Bethlehem in Juda zog aus ins Land der Moabiter, um dort als Fremdling zu wohnen, mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen. Der hieß Elimelech und seine Frau Noomi und seine beiden Söhne Machlon und Kiljon; die waren Efratiter aus Bethlehem in Juda. Und als sie ins Land der Moabiter gekommen waren, blieben sie dort.“

Matthäus 2, 13 - 15: „Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein (gemeint ist Jesus!) und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen. Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Hosea 11,1): ‚Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.‘“

Apostelgeschichte 8, 1: „Es erhob sich aber an diesem Tag eine große Verfolgung über die Gemeinde in Jerusalem; da zerstreuten sich alle in die Länder Judäa und Samarien, außer den Aposteln.“

Philipper 3, 20:Unser (gemeint sind die Christinnen und Christen!) Bürgerrecht aber ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus.“

Viele Menschen sind aus Nazi-Deutschland geflohen und haben in einem anderen Land neu angefangen. Auch Dietrich Bonhoeffer hätte vor den Nazis fliehen und in den Vereinigten Staaten von Amerika eine sichere berufliche und private Zukunft haben können. Er verließ aber nach kurzer Zeit die USA und ging in die Höhle des Löwen zurück, weil er seinem Gewissen und Glauben folgte und die Christinnen und Christen der Bekennenden Kirche nicht alleine lassen konnte und wollte. Letztendlich konnte er aber auch nicht zusehen, wie in Nazi-Deutschland die Menschenrechte und die Menschenwürde auf schändliche Art und Weise gebeugt wurden.

Was wären wir heute ohne solche Menschen, die in Geschichte und Gegenwart den Mut hatten und haben, für Menschenrechte, Menschwürde und für Gerechtigkeit und Frieden einzutreten!? Wie viele von ihnen sind in Geschichte und Gegenwart denunziert und diskriminiert, unschuldig ins Gefängnis geworfen oder sogar ermordet worden?

Gut ist, dass es Menschen gab und gibt, die für ihre Überzeugung lebten, sich diese auch nicht ausreden und abkaufen ließen, sondern nervten und unbequeme Zeitgenossen blieben.

Eine wichtige Aufgabe unseres Vereins HAPAX ist sicherlich auch, mit zukünftigen Erklärungen, Schriften und Veranstaltungen Widerstand zu leisten, wenn Menschenwürde und Menschenrechte verletzt werden oder Flüchtlinge mit dummen rechtsradikalen Parolen beschimpft und diskriminiert werden.

 

Lesen wir weiter bis zum fünften Rundbrief im November 2015:

Psalmen 10 – 12; Bergpredigt Jesu in Matthäus 5, 27 – 37.

Beste HAPAX-Grüße, Euer Obmann Uwe