Sprachun:sinn

Von G. John, Vereinsmitglied

Wir sind ja sooo liberal! Ja – selbst unsere deutsche Sprache verhunzen wir, zu Gunsten fragwürdiger „Gleichstellung“.

Doch beleuchten wir doch mal die neuen Wortungetüme: Doktor:in, Arbeiter:in etc., da kann man(n?) ja noch folgen. Doch plötzlich bin ich als Mann nur noch ein KUND, ein EXPERT, ein BEAMT… denn nun folgt auch - und besonders auffällig - sprachlich das :in bzw. :innen.

Auch der plurale Mann wird nun abgeschafft und existiert häufig nur noch im Singular, denn Kund:en, Expert:en, Beamt:en, Patient:en, Doktor:en, Student:en, Soldat:en usw. gibt es ja nicht mehr, nur noch Kund:in(nen), Expert:in(nen), Beamt:in(nen), Patient:in(nen), Doktor:in(nen), Student:in(nen), Soldat:in(nen) usw.

Selbst Bezeichnungen, die Singular sächlich sind, funktionieren im Plural nicht mehr, z.B. Verwaltungsfachangestellte , Rechtsanwaltsgehilfe, Sprechstundenhilfe…
Die Aushilfe müsste dann gleichstellt zu „der Aushelfer“ werden, oder?
Männliche Hebammen nennt man übrigens Geburtshelfer und Krankenbrüder gibt es auch nicht.

Das sind lediglich ein paar von vielen hundert weiteren Wortschöpfungsungetümen, meist zu Lasten des Maskulinums. Gleichstellung???

Wenn wir eine sprachliche Gleichstellung erreichen wollen, sollten wir einfach zwei der typisch deutschen Artikel streichen, nämlich „die und „der“. Übrig bleiben würde - wie im Englischen das THE - das Neutrum DAS!

DAS Doktor, DAS Arbeiter, DAS Experte, DAS Patient etc. pp.

Gewöhnungsbedürftig? Ja, sicher! Ebenso die Wortneuschöpfungen, die Gleichstellung wollen, doch diese nicht schaffen. „DAS“ wäre nun wirklich neutral – und ein:e Nicht-Deutsch-Muttersprachliche:r wäre unendlich dankbar, den Unsinn der drei Artikel nicht mehr lernen zu müssen. ;-)